31.12.2001

2001

Bildquelle: orf on

Sicherheitslücken und Geheimniskrämerei

Auch 2001 wurden in zahllosen Softwareprodukten Sicherheitslücken entdeckt, missbraucht, gestopft und diskutiert.

Dabei ergab sich in der Folge der Würmer "Nimda" und "Code Red" eine besonders heftig geführte Debatte um die Sicherheit speziell von Microsoft-Produkten und die Informationspolitik des Konzerns.

In der öffentlichen Wahrnehmung war Microsofts Software auch die "löcherigste", was allerdings vor allem auf ihren Verbreitungsgrad und die daraus resultierende Betroffenheit von jeweils sehr vielen Nutzern zurückzuführen sein dürfte.

Kampfansage

Eine spezielle Qualität bekam die Sicherheitsdiskussion 2001 zunächst durch eine außergewöhnlich deutliche Stellungnahme der Gartner Group nach den weltweiten Befall zahlloser Rechner durch den "Nimda"-Wurm. Tenor des Statements: "Suchen Sie sofort nach Alternativen zu Microsofts Internet Information Server."

Nach den Anschlägen vom 11. September stieg die Empfindlichkeit gegenüber Sicherheitslücken dann noch einmal generell und das CERT feuerte eine wahre Breitseite gegen die gesamte Softwareindustrie - und damit natürlich auch gegen deren Flaggschiff Microsoft:

Geheimniskrämerei

Im Oktober forderte Microsoft dann "die Sicherheitsgemeinschaft" im Internet auf, "keinen Code über Sicherheitslücken" mehr zu veröffentlichen.

"Es ist Zeit, die Informations-Anarchie zu beenden", schrieb Scott Culp, Manager von Microsofts Security Response Center, in einem Aufsatz.