Liberty Media bleibt hart
Das deutsche Bundeskartellamt hat nach Eingang einer neuen Stellungnahme von Liberty Media weitere Gespräche mit dem US-Konzern angekündigt, der einen Großteil der Telekom-Fernsehkabelnetze übernehmen will und damit Bedenken der Wettbewerbshüter ausgelöst hat.
Liberty hält an seinen Plänen fest, die Kabelnetze zunächst nur auf eine Bandbreite von 510 Megahertz auszubauen.
Das Kartellamt hatte Liberty signalisiert, mit einem umfangreicheren Ausbau der Netze auch für Telefonie könnten die Chancen auf eine Genehmigung steigen.
Einem Bericht der "Süddeutschen" zufolge argumentiert Liberty, dass durch noch zu entwickelnde Technologien auch mit 510 Megahertz Telefonieren über Fernsehkabel möglich sei.
Liberty Media greift nach KirchEntscheidung bis 28.Februar
Durch die rasche technische Entwicklung könnten schon im Jahr 2005 ein Fünftel der Liberty-Kunden mit einem Telefonanschluss über das Fernsehkabel ausgestattet werden, berichtet die "SZ" unter Berufung auf das Liberty-Schreiben ans Kartellamt weiter.
Liberty will bis 2010 insgesamt 8,3 Milliarden Euro in das Kabel investieren. Das Bundeskartellamt muss bis zum 28. Februar über die geplante Übernahme entscheiden.
