09.10.2003

POWER

Hersteller setzen auf Brennstoffzellen

Die kommerzielle Nutzung von Brennstoffzellen als Energielieferant rückt immer näher. Bei der derzeit in Japan stattfindenden Ceatec stellten zwei Hersteller entsprechende Prototypen vor.

Hitachi hat seinen ersten Brennstoffzellen-Prototypen für den Einsatz in PDAs und Notebooks vorgestellt.

Die Direkt-Methanol-Brennstoffzelle [DMFC] liefert ein Watt für PDAs und zehn Watt für Notebooks. Die Ausmaße betragen 150 x 200 x 15 Millimeter, dabei ist ein 40 ml großer Tank für Methanol bereits einberechnet. In der DMFC wird an Stelle von Wasserstoff Methanol direkt an der Anode umgesetzt.

Als nächste Ziel bezeichnete ein Vertreter von Hitachi nun die Verkleinerung der Brennstoffzelle, innerhalb der nächsten sechs Monate soll die Größe auf die Hälfte reduziert werden.

Toshiba zeigt Handy-Stromquelle

Auch Hersteller Toshiba hat eine Brennstoffzelle als Antrieb für Handys entwickelt. Die 140 Kubikzentimeter große und 130 Gramm schwere externe Stromquelle liefert durchschnittlich einen Watt. Sie soll ab 2005 in PDAs und Handys Verwendung finden.

Die geringe Größe wurde laut Toshiba durch zwei technische Verbesserungen erzielt. Eine davon zielt darauf ab, das für die Verdünnung des Methanols benötigte Wasser aus der Reaktion von Sauerstoff und Wasserstoff während der Stromerzeugung zu gewinnen. Dadurch kann das Methanol in höherer Konzentration in die Kartusche gefüllt werden, wodurch diese kleiner ausfallen kann.

Weiters konnte der Mechanismus, um Luft und Brennstoff per Pumpe in die Brennstoffzelle einzufüllen, verkleinert werden.

Kommerziell ab 2004

Brennstoffzellen erhalten ihre Energie durch kontrollierte "Verbrennung" eines Brennstoffs. Meist wird Methanol verwendet; als Restprodukt bleibt Wasser übrig. Die Energiedichte ist viel höher, außerdem kann eine Methanolkartusche innerhalb von Sekunden gewechselt werden.

Noch vor wenigen Jahren wog eine mobile Brennstoffzelle mehrere Kilogramm. Derzeit sind die Geräte so weit, dass sie in schwerere Laptops eingebaut werden können.

Als Zeitplan für die kommerzielle Einführung der Brennstoffzellen sprechen die Hersteller unisono von 2004. Im Jahr darauf sollen Systeme für kleinere Geräte und für den stationären Gebrauch angeboten werden.