22.02.2003

MOBILE OS

Bildquelle: ORF.at

Wettkampf der Handy-Betriebssysteme

Nicht nur bei Computern kämpfen mehrere Betriebssystems um Marktanteile, auch im Mobilfunkgeschäft wetteifern derzeit drei verschiedene Betriebssysteme um die Gunst der wichtigen Handy-Hersteller.

Symbian OS wird von den etablierten Handyherstellern wie Nokia, Sony Ericsson, Siemens und Panasonic eingesetzt, die auch gleichzeitig an dem Softwareunternehmen beteiligt sind.

Der Vorteil von Symbian ist, dass das Betriebssystem von Grund auf für den Einsatz in mobilen Geräten programmiert wurde. Das Betriebssystem wurde bisher in über zwei Mio. Smartphones ausgeliefert.

MS bisher ohne großen Erfolg

Neben Symbian OS versucht auch Microsoft mit "Windows CE für Smartphones" sich ein Stück vom Zukunftsmarkt zu sichern, während Motorola mit seiner Plattform, einer Kombination aus Linux und Java, überhaupt neue Wege beschreitet.

Als Newcomer hatte Microsoft in dem Markt bisher kein Glück. Abgesehen von Samsung und Siemens, die auch Symbian unterstützen, hat der Softwarekonzern keinen der großen etablierten Hersteller als Partner gewinnen können.

Sendo, der erste Hardware-Partner, ist kurz vor dem Lauch seines ersten Windows-Smartphones ausgestiegen, während das SVP des zweiten Partners HTC noch an einigen Bugs leidet.

Inzwischen hat der Softwarekonzern ein Referenzdesign mit Intel vorgestellt, das es neuen Produzenten aus der Elektronikindustrie ermöglichen soll, schnell eigene Mobiltelefone auf den Markt zu bringen.

Motorola setzt auf Linux

Auf die Linux-Entwicklergemeinde setzt Motorola.

Motorola hofft so, dass innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Applikationen und Services für sein Handy verfügbar werden, die auch für die Mobilfunkbetreiber zusätzliche Einnahmen versprechen.

Gleichzeitig werden allerdings die Lizenzgebühren wie bei den beiden anderen Betriebssystemen vermieden. Diese Initiative wird von Motorola durch eine eigene Entwicklerpartnerschaft unterstützt. Eine Taktik, die auch andere Handyhersteller für ihre Produkte anwenden.

Letzte Wahl liegt beim Kunden

Den Smartphone-Betriebssystemen kommt eine wichtige Bedeutung bei der Entwicklung von multimediafähigen Unterhaltungs- und Informationsanwendungen zu, die über den Erfolg der nächsten Mobilfunkgeneration mitentscheiden.

Die letzte Wahl trifft der Endkunde, der vor allem ein verlässliches Gerät wünscht, das leicht mit einer Hand bedient werden kann.