Motorola-Handy kommt mit Linux
Motorola hat heute das erste Smartphone mit Linux als Betriebssystem auf den Markt gebracht.
Nach US-Medienberichten soll MontVista das Linux-Betriebssystem für die Motorola-Handys adaptieren. In Zukunft will Motorola nach eigenen Angaben Linux zu einer Stütze seiner Handystrategie machen. Das Unternehmen erhofft sich von dem freien Betriebssystem eine erhöhte Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse der Mobilfunkbetreiber.
Dabei setzt der Konzern vor allem auf die große Gemeinde von unabhängigen Linux-Entwicklern, um neue Anwendungen wie Spiele und Geschäftsapplikationen zu erstellen.
Gleichzeitig ist das "A760" Java-fähig. Das Handy integriert neben einer Kamera und einem MP3-Player PDA-Features, einen Video-Player, Internet-Browser, USB-Schnittstelle sowie Bluetooth und ist MMS-fähig. Dazu verfügt das Gerät über einen großen Farb-Touch-Screen. Nach Angaben von Motorola soll das Handy noch in diesem Jahr zuerst in Asien auf den Markt kommen. Europa und die USA sollen erst später folgen.
Motorola-StatementDritte Alternative
Motorola ist einer der Hersteller, die hinter dem Handybetriebssystem Symbian OS stehen.
Neben Symbian OS, das von allen großen Herstellern unterstützt wird, versucht auch Microsoft sein Handy-Betriebssystem Windows Powered Smartphone 2002 auf dem Markt zu etablieren.
Bisher hat nur ein Hersteller, die taiwanesische High Tech Corporation, das Mobiltelefon SPV auf Windows-Basis auf den Markt gebracht.
Das SPV hatte allerdings keinen guten Start. Ursprünglich hatte der britische Handyhersteller Sendo das erste Microsoft-Smartphone auf dem Markt launchen sollen. Die Briten warfen allerdings im vergangenen Jahr das Handtuch und befinden sich seither in einem Rechtsstreit mit Microsoft.
