"PS1 bleiben auf skandinavischem Markt"
Nachdem in den Niederlanden das staatliche Umweltamt ein Auslieferungsverbot für 1,3 Millionen Playstation 1 erteilte, soll Sony nun laut der Nachrichtenagentur AFP und der schwedischen Tageszeitung "Svenska Dagbladet" die komplette Playstation-Serie vom skandinavischen Markt nehmen.
Ausschlaggebend in beiden Fällen sollen eine erhöhte Konzentration des giftigen Metalls Kadmium im Controler-Kabel der Konsolen sein.
Sony Europe und Thomas Ernst von Sony Entertainment Österreich dementieren allerdings den AFP-Bericht: "Auch hier kann ich Ihnen nach Rücksprache mit meinem Chef David Reeves in London mitteilen, dass wir auch in ganz Skandinavien keine Rückholaktion oder anderen Dinge starten müssen."
"Wirtschaftliche Katastrophe"
Die Kadmium-Konzentration übersteige die zulässigen EU-Grenzwert, sei für die Verbraucher aber unschädlich, zitiert unterdessen das "Svenska Dagbladet" laut AFP den Playstation-Marketingleiter für Schweden, Jens Alex. Lediglich bei der Entsorgung bereite das Material Probleme.
Entgegen Sony Österreich berichtet Alex laut "Svenska Dagbladet", dass Sony nach dem Rückzug vom skandinavischen Markt mit einem Umsatzrückgang in Höhe von 10,6 Millionen Euro rechnet.
Alex bezeichnete demnach den Schritt als "wirtschaftliche Katastrophe" für das Unternehmen, aber als "notwendige Entscheidung". Mit der Auslieferung neuer Geräte werde erst nach Ende der Weihnachtsferien gerechnet.

