11.12.2001

MAGIC LANTERN

Bildquelle: FuZo

Wirtschaft gegen FBI-Kontrollvirus

Die Hersteller von Antiviren-Programmen wollen in ihren Produkten kein Schlupfloch offen lassen, über das US-Behörden einen Kontrollvirus zur Überwachung verdächtiger Personen einschleusen können.

Das berichtet die "Computerwoche". Unter dem Codenamen "Magic Lantern" arbeitet das FBI an einem E-Mail-Virus, der für den PC-Anwender unsichtbar alle Tastenanschläge samt Passwörtern aufzeichnen kann.

Angst um Absatz im Ausland

Das FBI selbst habe auch noch keinen Kontakt mit ihnen aufgenommen - wie es sich auch über das Magic-Lantern-Projekt ausschweigt.

Die Experten sind nicht nur loyal gegenüber ihren Anwendern, sie befürchten zudem, dass eine Lücke, die man für das FBI lässt, auch von Hackern genutzt wird. Und: Sie haben Angst um den Absatz im Ausland.

"Wenn ein Produkt im Verdacht steht, als CIA-Tool zu fungieren, so wird es beispielsweise in China in keinem Unternehmen eingesetzt werden", erklärt ein Sicherheitsspezialist.