Amazon spart durch Linux-Umstellung
Der Internet-Händler Amazon.com hat eigenen Angaben zufolge durch die Umstellung auf das frei erhältliche Betriebssystem Linux im Technologie-Bereich deutlich Kosten gespart.
Im dritten Quartal seien die Technikkosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf 54 Millionen USD gesunken, teilte das Unternehmen mit. Die Einsparungen seien neben dem Wechsel zu Linux auch auf günstigere Telekom-Tarife zurückzuführen.
Weg von Microsoft und Sun
Wie Amazon wechseln immer mehr Unternehmen in der angeschlagenen
Wirtschaftslage von Microsoft- oder Sun-Betriebssystemen zu Linux.
Linux erobert UnternehmenLinux als Open-Source-Konzept
Linux war vor zehn Jahren von dem finnischen Studenten Linus Torvalds entwickelt worden, der anschließend den Quellcode des Programms frei zugänglich machte. Nach diesem "Open Source"- Prinzip können Unternehmen und Privatpersonen die Software für ihre eigenen Bedürfnisse weiterentwickeln.
Das Betriebssystem kann zudem auf einer Vielzahl von Computern laufen, ohne dass Unternehmen für jeden einzelnen eine Gebühr bezahlen müssten. Linux hat Marktforschungen zufolge bei Servern einen Marktanteil von 24 Prozent.
Amazon wollte keine Angaben dazu machen, welche Software durch Linux ersetzt und wie viel allein dadurch gespart wurde. Ein Amazon-Sprecher führte allerdings die Einsparungen auf eine Technologie-Vereinbarung mit Hewlett-Packard zurück, das den Wechsel zu Linux initiiert habe.
Amazon hatte Ende April angekündigt, teilweise auf Linux umzusteigen. Analysten gehen davon aus, dass Amazon weiter einige Micorosoft-Produkte einsetzt. Die Webserver selbst laufen unter Linux, als Software wird Apache eingesetzt.
