Das große "Nyxem"-Chaos bleibt aus

3. februar
03.02.2006

Der Wurm "Nyxem.e", der heute Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien auf infizierten Rechnern löschen sollte, hat bisher nur geringe Schäden verursacht.

Der Computerwurm "Nyxem.e" hat bisher anders als befürchtet kaum Schäden verursacht. "Eine Katastrophe ist nicht eingetreten", sagte der Karlsruher Virenexperte Christoph Fischer.

Der Schädling ist so programmiert, dass er an jedem dritten Tag eines Monats aktiv wird. Doch der Ausbruch sei deutlich ruhiger verlaufen als zunächst befürchtet, sagte Fischer.

Auf infizierten Windows-Rechnern aktiviert er zum programmierten Datum seine Schadensroutine. So löscht er unter anderem Dateien in Microsoft-Office-Formaten wie Word, Excel und Powerpoint.

Der Wurm versucht auch gängige Virenschutz-Software auszuschalten.

Dennoch Vorsicht geboten

"Nyxem.e" ist seit zwei Wochen im weltweiten Datennetz unterwegs. Seither verschickt sich der auch als "Kamasutra" und "Blackmal.e" bezeichnete Schädling selbstständig im Netz.

Die Nutzer hätten in diesem Fall die frühzeitigen Warnungen sehr ernst genommen und Vorsichtsmaßnahmen getroffen, sagte Fischer. Dass "Nyxem" im Vergleich mit anderen massenhaft verbreiteten Schädlingen wie etwa "Sober" so schnell die Luft ausgeht, liege aber auch am fehlenden "Social Engineering":

Während "Sober" zum Beispiel mit trickreichen E-Mails auch in deutscher Sprache die Nutzer zum Anklicken verführte, würden die englischsprachigen Betreffzeilen von "Nyxem" schnell erkannt werden.

Die Firma Ikarus bietet ein Gratis-Tool zum Entfernen des Wurms an.

(futurezone | dpa)