Intel und Yahoo ziehen Börsen runter

weltweit
18.01.2006

Die enttäuschenden Zahlen der IT-Riesen Intel und Yahoo haben am Mittwoch die Aktienmärkte in den USA und Europa erschüttert.

Enttäuschend aufgenommene Quartalsberichte von Intel und Yahoo haben am Mittwoch weltweit die Aktienmärkte belastet. Die schwächer als erwartete Geschäftsentwicklung bei diesen Unternehmen löste am Markt Sorgen aus, dass sich das Gewinnwachstum von US-Firmen insgesamt abschwächt.

Der weltgrößte Chip-Hersteller Intel und der Internet-Konzern Yahoo waren mit ihren Quartalszahlen hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Intel hatte die Anleger zusätzlich mit einem zurückhaltenden Ausblick enttäuscht.

Intel-Aktien brachen um fast zwölf Prozent ein auf 22,48 Dollar. Die Titel von Yahoo gaben ebenfalls um rund zwölf Prozent nach auf 35,27 Dollar. Zudem sorgte eine Herabstufung der Aktien des Internet-Suchmaschinenbetreibers Google für negative Stimmung bei den Tech-Werten. Die Aktien des Internetkonzerns gaben um mehr als vier Prozent nach auf 446,70 Dollar.

IBM und AMD gewinnen

Als einer der wenigen Lichtblicke am Markt galt neben IBM auch der Chiphersteller AMD. Nachdem Intel zugegeben hat, Marktanteile an den Konkurrenten verloren zu haben, legte die Aktie um 4,41 Prozent auf 34,31 Dollar zu.

"An den Finanzmärkten kommt gerade einiges zusammen", sagte Helaba-Aktienstratege Markus Reinwand. "Da ist der deutlich steigende Ölpreis im Zusammenhang mit den politischen Unsicherheiten im Iran. Dazu kommt die schlecht angelaufene US-Quartalsberichtssaison. Technisch gesehen waren die Aktienmärkte auch überhitzt, so dass eine Korrektur in der Luft lag."

Am Nachmittag kamen die Indizes von ihren Tagestiefs zurück, nachdem die US-Inflationsdaten niedriger ausgefallen waren als prognostiziert.

Infineon, SAP, Nokia belastet

Auch die wichtigsten europäischen Aktienmärkte schlossen am Mittwoch mit tieferen Kursen. Die größten Abschläge mussten die Börsen in Stockholm, Frankfurt und Amsterdam hinnehmen.

Unter den Einzelwerten gab etwa Nokia um 1,10 Prozent auf 15,24 Euro nach. Vom schwachen Quartalsbericht der US-Branchengröße Intel zeigte sich auch STMicroelectronics belastet. Die Papiere verloren 1,65 Prozent auf 15,45 Euro.

Zu den größten Verlieren im Dax zählten die Aktien von Infineon und SAP. Sie verloren jeweils 1,8 Prozent auf 7,86 beziehungsweise 149,51 Euro.

(futurezone | dpa | Reuters)