"Der Wurm ist ein ekliges Ding"
Der Wurm "Code Red" ist am Mittwoch langsam, aber stetig durch das Netz gekrochen. Nach Schätzungen waren am Abend [US-Zeit] rund 115.000 Rechner betroffen.
Auch eine Reihe von FuZo-Lesern berichteten von einzelnen betoffenen Servern. Insgesamt blieben die befürchteten schweren Schäden am Mittwoch jedoch aus.
Aber auch heute kroch der Wurm weiterhin stetig durch das Netz. Bis heute Vormittag waren nach Schätzungen des Karlsruher Computervirus-Experten Christoph Fischer rund eine halbe Millionen Server weltweit von dem Wurm befallen: "Jede Stunde kommen wohl rund 20.000 Rechner hinzu", sagte Fischer.
Der Wurm war wie erwartet Mittwochnacht um 2.00 Uhr MESZ aktiv geworden und begann, Computer überall auf der Welt zu infizieren. Dank der Warnung des FBI und anderer Organisationen hatten jedoch viele Firmen die Sicherheitslücken in der betroffenen Microsoft-Software geschlossen.
"Code Red" und die FaktenAufpassen und abwarten
Der neue "Code Red"-Angriff hat allerdings die Rechner des US-Verteidigungsministeriums gestört. Der Virus habe zu einigen Störungen der Netzwerke, aber noch zu keinem Zusammenbruch geführt, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Washington.
"Der Wurm ist ein ekliges Ding", sagte US-Major Barry Venabel in Colorado Springs, von wo die US-Armee ihre Computernetzwerke beobachtet.
Welchen Schaden der Wurm diesmal tatsächlich angerichtet hat, wird sich nach Aussage von Experten jedoch erst in den kommenden Wochen herausstellen. "Code Red" beginnt immer am 1. eines Monats mit seiner Verbreitung und hört am 19. auf.
