Handheld-Preise im Sinkflug
Auf dem Handheld-Markt bahnt sich ein Preiskrieg an.
Nur zwei Monate nach dem Marktstart haben mehrere US-Händler die Preise für die neuen Palm-Geräte m500 und m505 gesenkt.
In Deutschland bietet Handspring seine Modelle Visor Platinum und Visor Prism nun auch günstiger an.
Wie Handspring heute mitteilte, kostet der Visor Platinum mit umgerechnet knapp 5.000 ATS rund 700 ATS weniger als bisher. Der Farb-PDA Visor Prism ist mit 7.700 ATS sogar um 1.400 ATS billiger geworden.
Geräte verkaufen sich nicht wie erhofft
Das Unternehmen hatte erst vor kurzem die Preise für seine
Einsteigermodelle reduziert. Auch in den USA bieten mehrere Händler
ihre Handhelds günstiger an. Die Reduzierungen betreffen
insbesondere die neuen Palm-Spitzenmodelle m500 und m505.
Anscheinend verkaufen sich die Geräte nicht so gut wie erwartet.
Chip- und PC-Flaute betrifft auch HandheldsBest Buy am aggressivsten
Am aggressivsten ist der Elektronikhändler Best Buy. Bei ihm kostet das monochrome Modell m500 mit 330 USD nun 70 USD weniger als der offizielle Listenpreis. Auch das Farbmodell m505 liegt dort mit 420 um 30 USD unter der Liste.
Laut Best Buy sind die Preissenkungen nur eine Woche lang gültig. Angesichts der verringerten Nachfrage hat der Händler auch die Preise für die Palms Vx, m100, m105 und VIIx reduziert. Die Pocket-PCs der Jornada-Familie von Hewlett-Packard und Compaqs iPaq sind bei Best Buy ebenfalls billiger geworden.
Ernüchterung nach Boom
Die Preissenkungen sind ein erstes Indiz für einen bevorstehenden Preiskrieg auf dem hart umkämpften PDA-Markt. Der Grund: hohe Lagerbestände und sinkende Nachfrage. Tatsächlich macht sich nach zwei Jahren Boom auf dem PDA-Markt Ernüchterung breit.
Absatzrückgang beträgt 20 Prozent
In den USA ging der Absatz von auf Palm OS basierenden Handhelds zwischen Jänner und April 2001 um rund 20 Prozent zurück. Marktführer Palm selbst steckt in der Krise und hat für das laufende Quartal Verluste in dreistelliger Millionenhöhe angekündigt.
