30.03.2001

PRIZE 4 MSSG

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SMS wird als Literaturgattung etabliert

Nachdem SMS in den letzten Jahren durch die strikte Begrenzung auf 160 Zeichen und die Widrigkeiten der Eingabe via Handy schon eigene Schrift- und Ausdrucksstile hervorgebracht hat, werden die Kurznachrichten jetzt von der britischen Zeitung "The Guardian" zur Literatur erhoben.

Die Zeitung hat einen Wettbewerb ausgeschrieben, der durch den Ruf des "Guardian" SMS-Literatur als Gattung einen Etablierungsschub verpassen sollte.

Im deutschsprachigen Raum veranstaltet derzeit der kleine Uzzi-Verlag ebenfalls einen SMS-Literatur-Wettbewerb, bei dem morgen der Einsendeschluss ist.

Prize 4 Txt Mssg

Der "Guardian" bürgt aber nicht nur mit seinem guten Namen für die Seriosität der Gattung "SMS-Literatur", sondern vergibt auch ein ordentliches Preisgeld von rund 1.600 Euro.

Unter den Einsendungen werden von einer Jury aus namhaften britischen Kritikern und Literaten sieben Gewinner ermittelt, deren SMS-Werke dann an alle Teilnehmer gesendet werden.

Vom Untergang zur Kunstform

Bisher galten die Kurzformen und Stile, die das Medium SMS hervorgebracht hat, allerdings eher als Gefahr für die Schriftsprache.