22.03.2001

AUFRÜSTUNG

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Vernetzte Autos als zukünftiger Massenmarkt

Im "Himmel für elektronisches Spielzeug" ["Gadget-Heaven", BBC], der CeBIT in Hannover, stellen Informationstechnologien in Automobilen dieses Jahr einen Schwerpunkt dar.

"Genauso wie in den 90er Jahren begonnen wurde, einzelne Computer zu vernetzen, so ist es jetzt ein logischer Schritt, das Automobil zum Zentrum eines mobilen Netzwerks zu machen", sagt Burkhard Göschel, Vorstand für Entwicklungen und Einkauf der BMW-Gruppe.

Massenmarkt in Sicht

Eine Studie der Beratungsfirma Mercer Management Consulting sagt den führenden Autoherstellern ein Milliardengeschäft mit Telematikdiensten voraus.

Sie könnten von Werbeeinnahmen auf den "Telematikportalen" sowie von einer Umsatzbeteiligung beim elektronischen Handel profitieren.

Autofahrer könnten in Zukunft bis zu sechs Prozent ihres verfügbaren Einkommens im Fahrzeug über mobile Dienste ausgeben, heißt es in der Studie weiter.

Aktien und Fußball im Auto

Als Vorstufe für den mobilen Internet-Zugang präsentiert BMW den Dienst "BMW Assist" auf dem Stand von Vodafone Passo. "Der Autofahrer bekommt von extern Daten direkt ins Auto übertragen", erläutert Ulrich Selzer von BMW das Konzept.

Möchte der Kunde zum Beispiel zu einem Flughafen, liefere ein Call-Center Anschrift und Telefonnummer des Zielortes direkt auf einen zentral im Fahrzeug platzierten Bildschirm.

Voll Internet-fähig soll der neue 7er BMW sein, den der bayerische Konzern Ende des Jahres auf den Markt bringen will. Dann könnte der Autofahrer "Buchungen vornehmen, personalisierte Aktienportfolios oder Nachrichten von seinem Lieblingsfußballverein" abfragen, so Selzer.

Internet im Porsche

Unter dem Motto "IBM in AutoMobile e-business" präsentiert IBM gemeinsam mit dem Softwarehaus CAA aus dem baden-württembergischen Filderstadt eine Telematiklösung in einem Porsche-Modell.

Das Produkt soll es Automobilherstellern ermöglichen, standortbezogene und personalisierte Informationen im Auto zur Verfügung zu stellen.

Über eine Konsole und einen Multifunktionsbildschirm könne der Fahrer unter anderem E-Mails abrufen oder auf einen Routenplaner zugreifen, sagte IBM-Pressesprecher Hans Rehm.