Reiser führt Polizei zur Leiche seiner Frau
Fall offenbar gelöst
Wie die Website des US-Magazins "Wired" berichtet, hat sich nun offenbar der Mordfall Nina Reiser geklärt. Der Fall hatte in IT-Kreisen großes Aufsehen erregt, da es sich bei dem mutmaßlichen Täter, Hans Reiser, um den in Linux-Kreisen sehr bekannten Programmierer des Dateisystems ReiserFS handelt. Ein US-Gericht im kalifornischen Oakland hatte Reiser am 28. Oktober 2007 zu 25 Jahren Gefängnis wegen vorsätzlichen Mordes an seiner russischstämmigen Frau verurteilt.
Blutspuren in Haus und Auto
Was aber nach wie vor fehlte, war die Leiche von Nina Reiser. Hans Reiser hatte auch bei seiner Verurteilung geleugnet, seine Frau umgebracht zu haben, und stets behauptet, dass diese ihn und ihre zwei Kinder im Frühjahr 2006 verlassen habe. Die Staatsanwaltschaft hatte aber Blutspuren von Nina Reiser im Haus und im Auto der Familie nachweisen können. Diese Indizien reichten, um Reiser verurteilen zu können.
Laut "Wired" hat Reiser nun aber die Polizei von Oakland zu der Stelle geführt, wo er die Leiche seiner Frau vergraben hatte. Bisher, so das Blatt, sei die Leiche aber noch nicht offiziell als Nina Reiser identifiziert. Andererseits lassen die von den befragten Quellen geschilderten Umstände kaum eine andere Interpretation zu. "Wired" schreibt, dass Reisers Anwälte derzeit versuchten, die Dauer der Haftstrafe um zehn Jahre zu verkürzen.
