03.11.2005

ALL IN ONE

Musikhandys werden immer beliebter

Neben iPod und Co. nutzen auch immer mehr Menschen ihr Handy als Musikplayer. Das hängt damit zusammen, dass sich die Hersteller verstärkt auf diesen Trend einstellen und fast täglich entsprechende Handymodelle auf den Markt kommen, die den portablen Audioplayern immer mehr zur Konkurrenz werden.

Außerdem wollen die Nutzer nicht mit einem Sack voller Geräte herumlaufen und trotzdem auf keine Annehmlichkeiten verzichten.

Weltweit hören 13 Prozent aller aktiven Handybesitzer bereits heute regelmäßig Musik auf ihrem Mobiltelefon. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Studie, die das Marktforschungsinstitut TNS Infratest in 15 Ländern vorgenommen hat.

Musik in U-Bahn, Bus und Bim

Spitzenreiter bei der Gesamtnutzung ist Korea mit 26 Prozent. In Deutschland hört der Studie zufolge bisher knapp jeder Zehnte [neun Prozent] täglich oder wöchentlich Musik über sein Handy. In den USA nutzen dagegen nur vier Prozent ihr Mobiltelefon auch zum Musikhören. Das Interesse wachse aber laut dem Bericht weltweit extrem.

Fast jeder zweite [47 Prozent] Nutzer von Musikhandys hört sich im öffentlichen Nahverkehr seine digitale Musiksammlung an, rund 32 Prozent beim "Warten auf eine Verabredung oder eine Besprechung".

Interessanterweise zeigt die TNS-Studie auch, dass viele Verbraucher ihr Handy nicht nur unterwegs, sondern sogar zu Hause zum Musikhören nutzen. Von Letzteren gaben 23 Prozent "im Bett", 21 Prozent "am Wochenende zu Hause" und jeweils 16 Prozent "zu Hause vor ..." und " ... nach der Arbeit" an.

Mehr Speicher gefragt

Zu den Faktoren, die die Mobiltelefonierer davon abhalten, die Musikfunktion ihres Handys intensiver zu nutzen, werden "zu wenig Speicherplatz", "mangelnde Qualität bei der Wiedergabe" und dass die "Übertragung von Musik von anderen Geräten einfacher ist als der Download" angegeben.

Mit immer billigeren Flash-Speichern und der wachsenden Zahl an Download-Platfformen auch speziell für Handys dürften diese Kritikpunkte aber schon bald kein Thema mehr sein.

Für die Studie wurden in den 15 Ländern insgesamt 6.800 Menschen im Alter von 16 bis 49 Jahren befragt. Die Befragung fand in Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Honkong und Indien sowie in Japan, Korea, Neuseeland, den Niederlanden, Russland, Schweden und in den USA statt.