Kein Ende des MP3-Booms in Sicht
Ob mit Festplatte oder Flash-Speicher - digitale Musikplayer sind das absolute Must-Have des 21. Jahrhunderts. Und der Boom ist noch längst nicht auf dem Höhepunkt angelangt, wenn man aktuellen Prognosen der Marktforscher von IDC Glauben schenkt.
2004 wurden weltweit rund 27 Millionen portable Player verkauft, der Absatz steigt stetig und soll bis 2009 125 Millionen Stück jährlich erreichen.
IDC teilt den MP3-Markt dabei in vier Bereiche: Portable, Heim- und Geräte für das Auto. In die vierte Kategorie "Andere" fallen Produkte, bei denen die komprimierte Musik nicht die Hauptrolle spielt, also etwa Musik-Handys, DVD-Player und portable Spielekonsolen.
Wenn hier vom MP3-Markt gesprochen wird, so gilt dies als Überbegriff für alle derzeit verwendeten Komprimierungsformate.
Die musikfähigen Mobiltelefone sehen die Analysten als größte Bedrohung für die portablen Player.
Handys werden zum WalkmaFlash-Speicher auf dem Vormarsch
Im portablen Bereich werden dabei die Flash-Produkte immer beliebter, deren Anteil bis 2009 auf 124 Millionen Stück wachsen soll. Was diese mit Flash-Speicher ausgestatteten Geräte besonders attraktiv macht, sind die trotz kontinuierlicher Kapazitätsschübe sinkenden Preise.
Während der Standard Flash-Speicher zu Jahresbeginn noch eine Kapazität von einem GB vorzuweisen hatte, soll diese bis 2007 auf 16 GB wachsen.
Insgesamt schätzt IDC, dass der Gesamtmarkt für digitale Musikgeräte 2009 ein Jahresvolumen von einer Milliarde verkauften Stück erreicht.
Digitales Musikgeschäft
Vom Boom der Hardware profitieren auch die Musikfirmen: Wie die
IFPI meldet, machten bezahlte Downloads im ersten Halbjahr 2005
bereits sechs Prozent des weltweiten Musikmarkts aus.
Online-Musik auf der ÜberholspurNeue Herausforderung Video
Mit der Vorstellung des iPod Video will Apple nun eine neue Ära einläuten. Ob dem Computerhersteller aber tatsächlich noch einmal gelingt, was es im Musikgeschäft erreicht hat, bleibt abzuwarten.
Video wird wohl in den portablen Geräten immer öfter als Zusatz-Feature angeboten werden, das Medium eignet sich jedoch weniger für den "Nebenher"-Konsum.
