Neue Partnerschaft auf dem Handheld-Markt
Als ersten Schritt will Palm sein Smartphone Anfang 2006 mit der Software "BlackBerry Connect" seines Rivalen auf den Markt bringen, teilten die Unternehmen am Montag in einer gemeinsamen Erklärung mit. "Das ist Kokonkurrenz (co-opetition)", zitiert das "Wall Street Journal" Palm-Chef Ed Colligan in seiner Online-Ausgabe.
Auch künftige Smart Phones des kalifornischen Herstellers sollen mit der BlackBerry-Software ausgestattet werden, mit der man E-Mails drahtlos über das Push-Verfahren empfangen kann.
Palm war lange Zeit Marktführer auf dem Markt für Handhelds und Smart Phones. Im Sommer hatte sich der Pionier aus dem kalifornischen Sunnyvale mit dem Kauf der Namensrechte an Palm endgültig von der Software-Division PalmSource des ehemals gemeinsamen Unternehmens getrennt.
Rückläufige Umsatzzahlen
Zuletzt waren die Umsatzzahlen unter dem wachsenden
Konkurrenzdruck allerdings immer weiter zurückgegangen. Im zweiten
Quartal 2005 wurde das Unternehmen nach Angaben der Marktforschung
Gartner von dem BlackBerry-Hersteller RIM mit einem Marktanteil von
23,2 Prozent [Palm: 17,8 Prozent] deutlich überholt.
Palm will Palm OS nicht fallen lassenUnternehmen lieben BlackBerry
Vor allem in Unternehmen konnte sich der BlackBerry dank seines mobilen automatischen E-Mail-Empfangs als beliebter Mail-Handheld etablieren. Erst kürzlich gab BlackBerry eine Partnerschaft mit Intel bekannt - in einem neuen Modell sollen Prozessoren des Chip-Herstellers zum Einsatz kommen.
RIM begründet den Schritt damit, dass die Kunden nach mehr Rechenleistung verlangten, die der Intel-Chip nun liefern soll.
Auch Palm dürfte vor allem den Wünschen der Kunden gefolgt sein, als es statt des bisher gewohnten Palm OS nun dem ehemaligen Konkurrenten Windows Mobile 5.0 als Betriebssystem für sein neues Treo-Smart-Phone den Vorzug gab.
Treo 650 ebenfalls für Business-Kunden
Der Treo 650 von Palm soll mit der Fähigkeit, auch über einen
sicheren mobilen Weg auf ein Unternehmensnetzwerk zugreifen zu
können, ebenfalls für den professionellen Einsatz gedacht sein.
Bewegung auf dem Handheld-Markt
