Bewegung auf dem Handheld-Markt
BlackBerry-Hersteller Research in Motion [RIM] gab bekannt, dass künftige Handhelds des Herstellers mit dem PXA9xx-Handy-Chip von Intel [Codename Hermon, getaktet mit einem GHz] ausgestattet werden.
Dieser soll vor allem für zukünftige drahtlose Anwendungen mehr Leistung bringen, ohne die Akku-Laufdauer allzu sehr zu beeinträchtigen.
Die ersten BlackBerrys mit dem neuen Chip sollen gegen Ende des Jahres in den Handel kommen. Preise wurden noch keine genannt.
Intel und RIM gaben zudem bekannt, gemeinsam an der Entwicklung von zusätzlichen drahtlosen wie auch Telefonfunktionen arbeiten zu wollen.
Frühere BlackBerrys [950 und 957] waren bereits mit 386-Chips von Intel ausgestattet. Derzeit arbeitet eine ARM-9-RISC-CPU in den BlackBerrys, nicht bekannt ist, von welchem Hersteller sie geliefert wird.
Der BlackBerry soll die Welt erobernAuf Wunsch der Kunden
RIM begründet den Schritt damit, dass die Kunden nach mehr Rechenleistung verlangten, die der Intel-Chip nun liefern soll. Hermon soll vorerst EDGE [2,5 G] auf die BlackBerrys bringen, später auch UMTS.
Auch Palm dürfte vor allem den Wünschen der Kunden gefolgt sein, als es statt des bisher gewohnten Palm OS nun dem ehemaligen Konkurrenten Windows Mobile 5.0 als Betriebssystem für sein neues Treo-Smartphone den Vorzug gab.
Bereits im Vorjahr kündigten Microsoft und Palm eine Kooperation an, wonach Palms Treos direkt mit Microsoft-Exchange-Servern für den Download von E-Mails und Kalender kommunizieren können.
Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner hält Palm OS inzwischen nur noch 19 Prozent Marktanteil bei den Handhelds. Microsoft führt mit seinem Windows Mobile den Markt mit 46 Prozent an, RIM kommt auf 23 Prozent.
Palm will Palm OS nicht fallen lassenNokia will ein Stück vom Kuchen
Der weltweit größte Handyhersteller Nokia stellte vor zwei Wochen ebenfalls Pläne für ein eigenes mobiles E-Mail-Service für Smartphones für Firmenkunden vor.
Das "Nokia Business Center" ähnelt der "Enterprise Solution""von RIM, soll aber mit deutlich mehr Geräten arbeiten können.
Wichtigster Partner Nokias ist das US-Unternehmen Good Technology, das mit GoodLink eine Anwendung für das drahtlose Versenden von Nachrichten innerhalb eines Unternehmens bietet.
Damit hat RIMS BlackBerry mittlerweile starke Konkurrenz bekommen. Die wachsende Nachfrage nach mobilen E-Mail-Lösungen wird wohl auch in Zukunft für einige Bewegung sorgen.
