20.07.2004

HANDHELD

Der BlackBerry soll die Welt erobern

Nachdem der BlackBerry-Handheld in den vergangenen fünf Jahren sehr erfolgreich in den USA eingeführt worden ist, soll das mobilfunkfähige Gerät nun auch seinen Siegeszug außerhalb des amerikanischen Kontinents antreten.

Vergangenen Monat hat die kanadische Vertreiberfirma Research in Motion [RIM] mit dem Verkauf in Irland, Jamaika, Neuseeland, den Philippinen und Schweden begonnen. Auch China und Australien stehen auf dem Plan.

Ursprünglich nur für große Firmen und Organisationen gedacht, da nur diese die nötige Technologien für die Einbindung in Server-Netzwerke hatten, wurde mittels Kooperationen mit weltweit führenden Mobil-Telefonherstellern der Schritt in den Einzelhandel gewagt. Weltweit erfolgt die Distribution mittlerweile in über 1.300 Verkaufsstellen.

Hauptschauplätze Europa und Asien

Experten sagen dem Unternehmen weiterhin ein großes Wachstum voraus, da die derzeitige Expansion in vielen neuen Märkten konsequent betrieben wird.

Europa soll dieses Jahr einer der Hauptschauplätze der Expansion in zweiten Halbjahr sein, nächstes Jahr dann Asien.

RIM lizenziert auch BlackBerry-Technologie an Unternehmen, die früher als Konkurrenten galten. Dazu zählen mittlerweile PalmOne, Nokia, Sony, Samsung und Motorola.

Andere Elektronik-Konzerne - wie Dell, Hewlett Packard und Kyocera - könnten RIM jedoch mit ähnlichen Geräten gefährlich werden, da deren Vertriebsmöglichkeiten weitaus größer sind und RIM nicht mithalten kann.

1,34 Mio. BlackBerry-Nutzer

RIM begann ursprünglich als Hersteller von einfachen Pagern. Im ersten Quartal dieses Jahres wurde ein Umsatz von 269,6 Mio. Dollar erzielt und der Gewinn stieg - im Vergleich zum Vorjahr - um ein Drittel auf 55 Mio. Dollar.

Die Zahl der BlackBerry-Benutzer stieg weltweit auf 1,34 Millionen.

Die technische Umsetzung im Einzelhandel basiert auf dem Rezept der webbasierten Software, die den Handheld vom Zwang zur Anbindung an andere Firmen-Server entbindet.