16.10.2005

NEUE BESEN

BenQ räumt bei Siemens-Handys auf

Zwei Wochen nach der Übernahme des Siemens- Handygeschäfts hat der taiwanesische Konzern BenQ eine weitere Verlagerung der Forschung und Entwicklung ins Ausland angekündigt.

Derzeit fänden 60 Prozent der Entwicklung im Inland statt, die restlichen 40 Prozent in Niedriglohnländern. "Wir werden dieses Verhältnis umdrehen", so der neue BenQ-Mobile-Chef Clemens Joos in der "Welt am Sonntag".

Trotzdem werde die Stammbelegschaft in Deutschland ausgebaut, weil der Konzern die früher nach außen vergebene Entwicklung wieder verstärkt in den Konzern hole. In den vergangenen Wochen hatte BenQ mit ganzseitigen Zeitungsanzeigen um neues Personal geworben.

Druck auf Zulieferer soll steigen

Um seine hoch gesteckten Ziele erreichen zu können, will der Konzern auch den Druck auf seine Zulieferer erhöhen.

"Sie müssen extrem wettbewerbsfähig fertige Komponenten liefern, die einen geringeren Entwicklungsanteil von uns erfordern", so Joos. Zu den Hauptlieferanten gehört auch der deutsche Chiphersteller Infineon.

Weil die Kostenentwicklung in der Branche so dramatisch sei, würden in Zukunft nur noch kurzfristige Vereinbarungen getroffen werden, sagte Joos.