AMD sieht sich auf der Überholspur
Der US-Konzern Advanced Micro Devices [AMD] hat am Freitag in Dresden eine neue Chipfabrik eröffnet. Die umgerechnet knapp 2,1 Milliarden Euro teure Produktionsstätte gilt als eine der größten ausländischen Investitionen in den neuen Bundesländern.
AMD will in dem Dresdner Werk Mikroprozessoren auf 300-Millimeter-Siliziumscheiben [Wafer] produzieren. Bis 2007 sind 1.000 neue Arbeitsplätze geplant. Die offizielle Eröffnung erfolgte im Beisein von [Noch-]Bundeskanzler Gerhard Schröder [SPD].
Der deutsche Bund und das Land Sachsen fördern das Projekt mit rund 550 Millionen Euro. Durch die dazugewonnene Produktionskapazität sieht sich AMD künftig in einer guten Wettbewerbsposition.
Streit mit Intel
Der Konzern aus Kalifornien geht derzeit juristisch gegen Intel
vor. AMD behauptet, Intel binde die Kunden durch Drohungen und
Rabatte an sich.
Schlagabtausch zwischen Intel und AMDWill Intel an den Kragen
AMD verfolgt ehrgeizige Ziele. "In den nächsten drei Jahren wollen wir mit unseren Prozessoren einen Marktanteil von 30 Prozent erreichen", sagte AMD-Chef Hector Ruiz dem Handelsblatt [Freitag-Ausgabe].
"Das ist aber nur ein Zwischenschritt, denn wir möchten noch deutlich stärker werden", sagte Ruiz weiter. Derzeit enthalten vier von fünf PCs weltweit Prozessoren von Intel, AMD kommt auf einen Marktanteil von 20 Prozent.
AMD habe in den vergangenen Jahren technologisch stark aufgeholt. "Unsere Produkte kommen bei den Kunden gut an, und wir haben uns in allen Bereichen verbessert", sagte Ruiz.
Marktanteile ausgebaut
Diesen Sommer hat AMD mit 11,2 Prozent erstmals einen
zweistelligen Marktanteil bei Server-Chips [x86-Plattform] erreicht.
AMD holt bei Server-Chips aufRekordquartal hingelegt
AMD konnte seinen Umsatz im 3. Quartal um 23 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern.
Vor allem die Computerchip-Sparte überzeugte und stockte ihren Umsatz um 44 Prozent auf 969 Millionen Dollar auf und verbuchte einen operativen Rekordgewinn von 209 Millionen Dollar.
