13.10.2005

FRANKREICH

Hewlett-Packard will noch Jobs retten

Das kündigte der Geschäftsführer von Hewlett-Packard [HP] in Frankreich, Patrick Starck an, der die 1999 mit den Sozialpartnern geschlossene Vereinbarung als "Wettbewerbsnachteil" kritisierte.

Durch eine Neuverhandlung wäre HP auch im Stande, neue Jobs zu schaffen, so Starck. "Es wäre dumm, Mitarbeiter abtreten zu lassen, um sie danach zu ersetzen. Die Direktion erwägt diese Postenöffnung simultan zum Sozialplan."

Starck fügte hinzu, dass auch "andere Maßnahmen" möglich seien, um den Postenabbau zu "minimieren". Er sei zu Verhandlungen bereit. HP versuche, den Dialog wiederherzustellen, um einen vernünftigen Verhandlungsrahmen zu finden, so Starck.

"Argument eines Teppichhändlers"

Der CFE-CGC-Gewerkschafter Didier Pasquini kritisierte den Vorschlag allerdings als "Argument eines Teppichhändlers". "Wenn HP Frankreich die Direktion in den USA glauben ließ, dass die französischen Kader 35 Stunden die Woche arbeiten, dann hat sie sich eine Kugel in den Fuß geschossen", so Pasquini.

HP erarbeite im europäischen Vergleich in Frankreich mit 1,7 Mio. Euro im Jahr einen der höchsten Umsätze pro Angestellten.

Ende September hatte der Geschäftsführer von HP in Europa, Francesco Serafini, gemeint, dass der Postenabbau in Frankreich nach unten revidiert werden könnte.

Am 7. Oktober hatten Gewerkschafter der Kadergewerkschaft CFE-CGC nach einer Verhandlungsrunde mit der HP-Geschäftsführung angekündigt, dass man "Spuren für eine Lösung des Konflikts" gefunden habe.