HP kommt Paris bei Jobabbau entgegen
Nach Gesprächen des französischen Arbeitsministers Gerard Larcher mit dem Europachef von Hewlett-Packard [HP], Francesco Serafini, teilte das Büro des Ministers mit: "Serafini hat bestätigt, dass die Zahl von 1.240 Stellenstreichungen nicht endgültig ist und reduziert werden kann."
Die französische Regierung bemüht sich um eine Senkung der Arbeitslosigkeit in ihrem Land. Deshalb hatten bereits zuvor Präsident Jacques Chirac und Ministerpräsident Dominique de Villepin HP aufgefordert, die Pläne zum Abbau von Arbeitsplätzen zu überdenken.
HP hatte im Juli angekündigt, neben dem geplanten Stellenabbau in Frankreich auch in Deutschland und Großbritannien zusammen 2.500 Arbeitsplätze zu streichen. Insgesamt sollen in Europa 6.000 Stellen wegfallen.
Villepin hatte in seinem "wirtschaftlichen Patriotismus", wonach er gegen Firmen, die nicht im Interesse Frankreichs handeln, härter vorgehen will, auch die EU-Kommission angerufen, die sich dafür jedoch nicht zuständig fühlt.
Frankreich will Brüsseler Veto gegen HPKeine Beihilfen erhalten?
HP gab unterdessen an, von Frankreich keine öffentlichen Hilfen für die Schaffung von Arbeitsplätzen erhalten zu haben. Dafür habe der Konzern in den letzten zehn Jahren 700 Millionen Euro an Steuer abgeführt.
Gegenüber "Le Figaro" sagte Patrick Starck, Chef von HP Frankreich, zudem, dass HP trotz des aktuellen Zwist nicht vorhabe, Frankreich zu verlassen.
Die Forderung Villepins, Beilhilfen zurückzufordern, wenn ein Unternehmen die daran geknüpften Bedingungen nicht erfüllt, sei legitim. Aber er könne nichts zurückzahlen, was er nicht erhalten habe, so Starck.
