ESA will neuen Klimasatelliten starten
Trotz Absturzes ihres Klimaforschungssatelliten CryoSat will die Europäische Raumfahrtagentur [ESA] das Projekt nicht aufgeben.
"Wir werden alles tun, um einen zweiten Start hinzukriegen", so eine ESA-Sprecherin. Wann es zu diesem kommen könnte, wurde offen gelassen.
Die ESA werde sich außerdem offiziell bei der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos darüber beschweren, dass man erst Stunden nach dem Absturz informiert worden sei.
Eine Wiederholung des Projektes solle durch finanzielle Umschichtungen ermöglicht werden. Ein Duplikat von CryoSat gibt es nicht.
Mit der Finanzierung sollen sich demnächst die ESA-Mitglieder beschäftigen.
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Die Raumsonde war am Samstag kurz nach dem Abheben von Plessezk [Russland] wahrscheinlich in die Lincoln-See nordöstlich Grönlands gestürzt.
Ursache war vermutlich, dass sich die zweite Stufe der russischen Trägerrakete Rockot nicht wie geplant von der dritten Antriebsstufe mit dem Satelliten trennte.
Bei der 136 Mio. Euro teuren Mission sollte CryoSat drei Jahre lang die Eisdicke an Nord- und Südpol messen, um Daten zum Verständnis des globalen Klimawandels zu sammeln.
Aus 720 Kilometer Höhe sollten Bilder und Daten auf den Zentimeter genau und damit mit bisher unerreichter Präzision zur Erde geschickt werden.
CryoSat stürzte ins Polarmeer
