06.10.2005

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Streit über Galileo-Finanzierung geht weiter

Der EU-interne Streit über Finanzierung und Standorte gefährdet weiterhin das geplante europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo.

Wenn bis Ende Oktober keine Lösung für die Aufteilung der zusätzlichen Kosten gefunden werde, stehe das ganze Galileo-Projekt in Frage, sagte der Präsident der italienischen Weltraumbehörde ASI, Sergio Vetrella, der Zeitung "Die Welt"

Er warf vor allem Deutschland Verzögerungstaktik vor. Die deutsche Seite weigere sich bisher, zusätzliche Kosten für die 2006 beginnende Startphase des Projekts in Höhe von rund 430 Mio. Euro mitzufinanzieren.

Jeder will das Kontrollzentrum

Der Vorstandschef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln, Sigmar Wittig, bestätigte; "Wir werden unseren Beitrag erst freigeben, wenn die Aufgabenverteilung geklärt ist."

Seinen Angaben zufolge geht es vor allem um den Zuschlag für das Galileo-Kontrollzentrum. Neben Oberpfaffenhofen bei München und dem italienischen Fucino bei Rom haben auch Frankreich und Spanien Ansprüche angemeldet.

Deutschland hat mit rund 100 Mio. Euro bisher den größten Teil der von den Mitgliedstaaten aufgebrachten Entwicklungskosten gezahlt.