400 neue Handymasten in NÖ
Bei den heimischen Mobilfunkern herrscht Verwunderung über die Aussage Prölls, wonach im Waldviertel 650 zusätzliche Mobilfunkmasten geplant seien.
Vielmehr seien maximal 400 neue Sendestationen in ganz Niederösterreich angedacht - wovon ein Großteil auf bestehenden Masten montiert werde, so das Forum Mobilkommunikation [FMK] am Montag. Woher die Zahl von 650 kommt, war bei der niederösterreichischen Landesregierung kurzfristig nicht zu erfahren.
Hälfte der Sendestationen auf Masten
49 Prozent der Mobilfunk-Sendestationen befinden sich derzeit in Niederösterreich auf Masten, so die Telekom-Regulierungsbehörde RTR. Insgesamt gibt es in Niederösterreich 2.533 Mobilfunkstandorte, in Österreich 13.700. Der Anteil der gemeinsam genutzten NÖ-Standorte beträgt 32 Prozent und liegt damit um 10 Prozent über dem Bundesschnitt.
Strommasten bleiben stehen
Durch die von der "NÖ-Sendeanlagenabgabe" erhofften Reduktion der
sichtbaren Masten seien ohnedies weniger als 50 Prozent der
Standorte betroffen, alle anderen Anlagen seien auf Dachböden und
daher unsichtbar untergebracht bzw. befinden sich auf Masten, die
nicht im Eigentum der Mobilfunker sind, zum Beispiel Strommasten.
Selbst wenn hier die Mobilfunkstationen abgebaut werden, bleibt der
Masten bestehen, gibt die RTR zu bedenken.
Pröll spricht von 650 geplanten Masten
Vorverfahren gegen Handymasten-SteuerAndere Funknetze ebenfalls in NÖ
Neben dem Mobilfunknetzen gibt es in Österreich noch mehrere andere Funknetze. Derzeit wird gerade ein Funksystem für Blaulichtorganisationen etabliert, dafür werden laut RTR rund 1.200 Mobilfunkstationen benötigt.
Die NÖKOM, ein Gemeinschaftsunternehmen des Landes Niederösterreich und der EVN, betreibt rund 1.000 Masten für drahtlose Funknetze in Niederösterreich. Sowohl BOS als auch NÖKOM werden von der geplanten Mastensteuer nicht erfasst.
