28.09.2005

VORERST

Entwarnung bei den Handyviren

Die Entwicklung von Viren für mobile Plattformen stagniert derzeit, wie der Anti-Viren-Spezialist Kaspersky meldet. Der letzte wirklich neu programmierte Virus sei im März dieses Jahres aufgetaucht.

Hatte es nach dem Auftauchen des ersten Handyvirus "Cabir" im Juni 2004 noch technische "Durchbrüche" gegeben, beherrschen seit Jänner 2005 nur noch "primitive Trojaner" die mobile Virenwelt, heißt es in einer ausführlichen Analyse von Kaspersky zum Thema Handyviren.

Finanzielle Transaktionen wecken Interesse

Smartphones vereinen den Leistungsumfang eines PDAs [Personal Digital Assistant] mit einem Mobiltelefon. Die steigende Zahl der Gerätefunktionen führt automatisch zur Zunahme der gespeicherten, poteztiell interessanten Informationen.

Neue Anwendungsmöglichkeiten wie finanzielle Transaktionen über das Smartphone werden das Interesse von Angreifern wecken, ist man bei Kaspersky überzeugt.

Nach wie vor ist der Prozentsatz der Smartphones aber noch relativ niedrig. Erst wenn eine Technologie bekannt und verbreitet ist, wird es interessant, diese zu attackieren.

Die kritische Masse von Smartphones

Erst wenn eine kritische Zahl von Smartphone-Anwendern erreicht ist und Standard-Plattformen den Markt beherrschen, werden Epidemien auftreten, so Kaspersky. Die Distribution von Viren, Würmern und Trojanern wird dann sowohl über Bluetooth als auch über MMS erfolgen.