Motorola setzt auch auf Billighandys
Ziel sei es, dieses Niedrigpreis-Segment aggressiv in alle Märkte zu drücken, so Steve Lalla, Motorola-Vizepräsident für Massenmarkt-Produkte. Motorola hatte den Sektor bis dato gar nicht bedient, will nun aber Nokia stärker Paroli bieten.
Das Angebot von Motorola umfasst das C118 mit einfarbigem Display und die vier Handys C257, C139, C168 und C261 mit Farbdisplay. Das C261 hat auch eine Digitalkamera.
Die Telefone, die im vierten Quartal auf den Markt kommen sollen, bieten zudem eine längere Akkuzeit, weil es in vielen Entwicklungsländern noch Probleme bei der Stromversorgung gibt.
Die Nachfrage nach billigen Mobiltelefonen ist vor allem in bevölkerungsreichen Ländern wie Indien und China sehr stark.
Einsteigerhandys treiben AbsatzAuftrag für Einsteigerhandys
Analysen würden zeigen, dass die Ansprüche der Konsumenten in Entwicklungsländern tatsächlich unterschiedlich seien, so Lalla. Nicht jede Lösung passe für alle, Motorola wolle daher Auswahl bieten.
Der Hersteller hat zudem einen zweiten Auftrag vom Branchenverband GSM Association erhalten, um Handys in Wachstumsmärkten wie Indien, Russland, Afrika und Ägypten anzubieten.
Im Rahmen dieses Programms wird Motorola mehr als sechs Millionen Handys für unter 25 Euro das Stück an insgesamt zehn Netzbetreiber verkaufen.
Angeboten werden exklusiv für dieses Programm das C113a sowie das schon verfügbare C113, aber zu einem niedrigeren Preis. Im Februar hatte Motorola den ersten Auftrag von dem Interessenverband der Mobilfunkanbieter mit GSM-Netz erhalten.
Zwei Milliarden Handykunden weltweitGut für den Umsatz, schlecht für die Rendite
Der Verkauf preisgünstiger Handys werde Motorola schnell zu mehr Marktanteil verhelfen, so eine Gartner-Analystin. Bezogen auf die Profitabilität sei das aber nicht die klügste Idee.
Lalla wollte nicht sagen, was Motorola die neuen Handys in der Herstellung kosten. Analysten schätzen die Kosten auf 40 bis 50 Dollar.
Lalla sagte, der Einstieg von Motorola in das Niedrigpreissegment werde die Umsatzrendite nicht ernsthaft drücken. Details nannte er aber nicht.
