E-Card-System wieder in Betrieb
Nach einem neuerlichen Systemausfall Montagabend konnte beim elektronischen E-Card-System am Dienstagvormittag wieder der Normalbetrieb aufgenommen werden.
Seit den frühen Morgenstunden habe es bereits 20.000 Konsultationen gegeben, berichtete der im Hauptverband der Sozialversicherung zuständige Manager Volker Schörghofer.
Bereits am Wochenende war es zu einem österreichweiten Systemabsturz gekommen.
Ärzte warnen vor Funktionsausbau
Am Montag habe es wieder ein Datenbankproblem gegeben, sagte Schörghofer. Die Spezialisten der Software-Firmen hätten das Problem nun analysiert und "so weit abgegrenzt, dass es heute nicht mehr auftreten kann".
Zu einem Datenverlust ist es laut Schörghofer aber nicht gekommen. Das System sei nicht komplett abgestürzt, ein Arbeiten im Offline-Betrieb sei für die Ärzte möglich gewesen.
Angesichts der jüngsten Systemausfälle warnt die Ärztekammer nun vor einem "übereilten, weiteren Ausbau der elektronischen Funktionen der Karte". "Wir hoffen, das sind nur Kinderkrankheiten und keine echten Systemfehler", meinte der Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte, Jörg Pruckner.
ruckner forderten den Hauptverband auf, in den nächsten Wochen "alles zu tun, damit derartige Systemausfälle nicht mehr auftreten".
ISO 17799:2005ISO-Zertifizierung gefordert
Die Wiener Ärztekammer forderte indes, das gesamte E-Card-System "endlich offiziell zertifizieren zu lassen".
"Was für Banken und ähnliche Dienstleister gilt, die IT-Systeme zum Datenaustausch benützen, sollte eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit für den Hauptverband sein", so Vizepräsident Johannes Steinhart. Die Zertifizierung nach dem international gültigen IT-Standard ISO 17799:2005 solle rasch nachgeholt werden.
