21.09.2005

URHEBERRECHT

US-Autoren klagen Google

Die US-Autorenvereinigung Authors Guild hat in New York Klage gegen Google Print eingereicht. Der Verband wehre sich damit vor einem Bundesgericht gegen die Digitalisierung von Büchern für das Google Print Library Project, so ein Sprecher.

Die Autorenvereinigung beschuldigt Google, Bücher kopiert und damit gegen die Rechte der Autoren verstoßen zu haben. Google habe zwar mit Bibliotheken Vereinbarungen über das Digitalisieren von Büchern geschlossen, aber versäumt, die Einwilligung der Autoren einzuholen.

Insgesamt 15 Millionen Bücher sollen in den nächsten Jahren eingescannt und in die Online-Suche aufgenommen werden.

"Jeder kann Digitalisierung verhindern"

Bei Google bedauere man, dass die Autorenvereinigung Klage eingereicht habe, statt die Gespräche fortzuführen, wie ein Sprecher des Unternehmens erklärte.

Die Autoren würden vielmehr von der Bereitstellung ihrer Bücher profitieren. Ihr Bekannheitsgrad sowie der Verkauf ihrer Bücher würden steigen. Außerdem habe jeder Rechteinhaber die Möglichkeit, das Digitalisieren des eigenen Werks zu verhindern.

In einem ähnlichen Fall kämpft die Autorenvereinigung seit zehn Jahren mit der "New York Times" und Amazon darum, Lizenzgebühren für in Datenbanken gepeicherte Geschichten zu bekommen.