Sun streicht bis zu 2.500 Stellen

nach verlusten
02.05.2008

Soll 100 bis 150 Millionen Dollar einsparen

Nach einem überraschenden Quartalsverlust will der Computer- und Serverhersteller Sun Microsystems seine Belegschaft deutlich verringern.

Das auch in Österreich aktive Unternehmen will weltweit bis zu 2.500 Stellen streichen. Das entspricht etwa acht Prozent der mehr als 33.000 Mitarbeiter.

Ob und wie viele Arbeitsplätze in Österreich wegfallen werden, ist nicht bekannt. Hauptziel sei es, im kommenden Geschäftsjahr ab Juli weltweit 100 bis 150 Millionen Dollar einzusparen, so Donatus Schmid, Sprecher der Geschäftsführung.

Im dritten Quartal verbuchte der Wettbewerber von IBM und Hewlett-Packard wegen der schwachen US-Konjunktur, Übernahmekosten und einer höheren Steuerbelastung einen Nettoverlust von 34 Millionen Dollar.

Aktie brach um 15 Prozent ein

Vor einem Jahr fuhr das Unternehmen noch einen Gewinn von 67 Millionen Dollar ein. Die Aktie reagierte auf die Nachrichten am Donnerstag nachbörslich mit einer Talfahrt: Sie brach um 15 Prozent ein.

Konzernchef Jonathan Schwartz sprach nach US-Börsenschluss von einem enttäuschenden Ergebnis. Nach Unternehmensangaben gingen in den USA die Bestellungen für Bürocomputersysteme nur zögerlich ein. Vor allem Behörden sowie Geschäftskunden in der Einzelhandels- und Telekombranche hätten sich wegen der Abkühlung der US-Wirtschaft mit Aufträgen zurückgehalten.

Analysten zufolge sind viele der Sun-Produkte zudem veraltet und somit für die Kunden nur wenig attraktiv. Nach Unternehmensangaben schlug sich auch der eine Milliarde Dollar schwere Kauf des schwedischen Datenbank-Software-Herstellers MySQL negativ in der Bilanz nieder.

(Reuters)