Jacques Chirac gegen Hewlett-Packard
Die französische Regierung will wegen der massiven Stellenstreichungen beim Computerkonzern Hewlett-Packard die EU-Kommission anrufen. Staatspräsident Jacques Chirac begründete das am Dienstag mit der Tragweite des Plans für ganz Europa.
HP hat angekündigt, europaweit 6.000 Stellen abzubauen, davon 1.240 in Frankreich. Das ist ein Viertel aller Arbeitsplätze und ein deutlich höherer Anteil als in anderen Ländern. In Deutschland sollen 1.500 Arbeitsplätze wegfallen. Weltweit baut der Konzern 14.500 Jobs ab, was zehn Prozent der Gesamtbelegschaft entspricht.
Wo Hewlett-Packard in Europa sparen willÖsterreich fluktuiert natürlich
In Österreich beschäftigt HP 800 Mitarbeiter, genaue Zahlen über den geplanten Abbau liegen bei HP erst Ende des Geschäftsjahrs vor, das für HP am 31.10. endet, erklärte HP-Pressesprecherin Barbara Werwendt der futurezone. Bei HP-Österreich rechne man damit, dass der Personalabbau über die natürliche Fluktuation von zwei bis vier Prozent pro Jahr bewerkstelligt werden könne.
Die Mitarbeiter von HP France haben seit Dienstag allerdings wieder Hoffnung, dass die Stellenstreichungen geringer ausfallen könnten als geplant. Wie die Stadtverwaltung des HP-Standortes Grenoble mitteilte, habe sie bei einem Treffen mit HP-Managern in Palo Alto die Zusicherung für Verhandlungen darüber erhalten.
Die Gewerkschaften werten den Stellenabbau als reine Verbeugung vor der Börse. Frankreich sei überproportional betroffen, obwohl die Filialen mit Gewinn arbeiteten. HP hat in Frankreich 4.800 Mitarbeiter. Die Konzernführung erklärte sich zu Verhandlungen mit den Gewerkschaften bereit.
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