Lächeln irritiert die Gesichtserkennung
Was futurezone.ORF.at bereits vor zwei Jahren berichtete, wird nun Wirklichkeit: Das Lächeln auf Passfotos wird verboten.
Grund ist die Einführung von biometrischen Reisepässen, für deren Bilder strengere Richtlinien als für die bisherigen Ausweisfotos gelten.
Damit die biometrische Gesichtserkennung nämlich funktioniert, müsse das Gesicht "von vorn, nicht verdeckt und möglichst mit neutralem Ausdruck" auf dem Bild zu sehen sein, teilte das deutsche Bundesinnenministerium nun mit.
Offene Münder mit blitzenden Zähnen würden die Scanner irritieren, die das Foto mit den Gesichtszügen des Reisenden bei der Passkontrolle aus Sicherheitsgründen abgleichen.
2003: Schielen auf Passbild wird verbotenÖsterreichern vergeht das Lachen auch noch
Deutschland beginnt bereits mit 1. November dieses Jahres mit der
Ausgabe der ersten Biometrie-Pässe, ab März 2007 werden zusätzlich
zwei Fingerabdrücke digital erfasst. In Österreich werden die ersten
Biometrie-Pässe mit einem digital auf einem Chip gespeicherten Foto
im Frühjahr 2006 ausgegeben.
Deutsche preschen bei Biometrie-Pass vorDie Anforderungen
Die ICAO [International Civil Aviation Organization] gibt dabei vor, worauf es beim Passbild ankommt.
Die Neigung des Kopfes darf keinesfalls mehr als fünf Prozent in irgendeine Richtung abweichen, rund um den Kopf muss ein genau definierter Freiraum sein.
Nicht erlaubt sind Lachen mit geöffnetem Mund, Schielen, breites Grinsen, Heben einer Augenbraue, oder das Aufreißen der Augen. Kinder dürfen auf dem Passfoto keine Puppen oder anderes Spielzeug beim Fotografieren in den Armen halten.
Empfohlen wird ein mit 300 dpi aufgelöstes JPEG-2000-Image, die durchschnittliche Bildgröße soll dabei um die 70 KB betragen.
