10.07.2005

DEUTSCHLAND

Biometrie-Pässe ab 1. November

Im Windschatten der Terroranschläge in London wurde in Deutschland nun die Einführung von Biometrie-Pässen noch in diesem Jahr durchgepeitscht.

Der deutsche Bundesrat billigte am Freitag eine Verordnung der Bundesregierung, welche die Ausgabe der neuen Personaldokumente ab 1. November vorsieht.

Der "ePass" soll einen Chip enthalten, auf dem zunächst ein digitales Foto mit den Gesichtsmerkmalen des Passinhabers gespeichert wird. Ab März 2007 sollen zusätzlich zwei Fingerabdrücke gespeichert werden.

"Ein Aspekt der Terrorbekämpfung"

Der deutsche Bundesinnenminister Otto Schily [SPD] erklärte, die Bombenanschläge in London seien Ausdruck der aktuellen Bedrohung durch den internationalen Terror. "Ein Aspekt der Terrorbekämpfung ist die Sicherheit von Reisedokumenten.

Durch den Einsatz biometrischer Verfahren wird die Fälschungssicherheit der Dokumente erhöht und der Missbrauch durch andere Personen als den eigentlichen Passinhaber verhindert."

Datenschützer stehen der Einführung von Biometrie-Pässen nach wie vor skeptisch gegenüber. Sie fordern vor allem den technischen Schutz der auf dem Chip gespeicherten Daten.