15.09.2005

KOLPORTIERT

Harter Sparkurs bei Siemens

Siemens forciert laut "Süddeutscher Zeitung" ["SZ"] die Sanierung seiner Krisensparten.

Internen Dokumenten zufolge plane der angeschlagene IT-Dienstleister Siemens Business Services [SBS] ein massives Sparprogramm.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2007 müsse SBS-Chef Adrian von Hammerstein insgesamt eine Kostenlücke von etwa 1,5 Mrd. Euro schließen, um die Margenziele von Siemens-Chef Klaus Kleinfeld zu erreichen.

Das wären 30 Prozent eines Jahresumsatzes, berichtet die "SZ" [Donnerstag-Ausgabe]. Das gehe aus einem vertraulichen SBS-Strategiepapier hervor, das der Zeitung vorliege.

Starke Standortreduktion

Im kommenden Geschäftsjahr 2006 sollten über die bisher bekannten Pläne hinaus weitere 1.290 Stellen in Deutschland abgebaut werden.

Dieser Abbau dürfte erst der Anfang eines radikalen Umbaus des Geschäftsfeldes mit 34.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 4,7 Mrd. Euro sein.

Dem Papier zufolge sollen die Standorte in Deutschland, wo 15.000 der Beschäftigten arbeiten, bis 2008 auf 22 von 63 reduziert werden, berichtet die Zeitung weiter.