15.09.2005

IN DER WÜSTE

Autonome Roboter fahren um die Ehre

Beim ersten Rennen im Frühling 2004 schaffte der rote Hummer "Sandstorm" der Carnegie-Mellon-Universität nur zwölf der geforderten rund 230 Kilometer, bevor sein Vorderreifen Feuer fing, alle anderen blieben bereits vorher liegen.

Das US-Militär hofft, dass diesmal weitaus mehr Fahrzeuge die ganze Strecke bewältigen. Ein volles Dutzend könne die Strecke schaffen, so ein Sprecher der DARPA, der Pentagon-Abteilung für Forschung und Entwicklung, die das Rennen veranstaltet.

Wähend beim letzten Mal die DARPA noch meinte, dass Geschwindigkeit bei der Grand Challenge kein Thema sei, dürfte es diesmal wesentlich ernsthafter zugehen.

Ohne menschliche Hilfe

Die meisten teilnehmenden Teams konnten ihre Fahrzeuge bereits erfolgreich über die Teststrecken jagen und rechnen sich gute Chancen aus.

Die Fahrzeuge müssen ohne menschliche Hilfe durch einen Hindernisparcours manövrieren, dazu werden unter anderem Satellitennavigationssysteme, Sensoren, Radar und Kameras eingesetzt.

Diesmal soll der Kurs komplizierter und mit mehr Hindernissen versehen sein. Der genaue Kurs soll aber erst zwei Stunden vor Start festgelegt werden.

Ziel ist es, die vorgeschrieben Strecke von maximal 175 Meilen [rund 280 km] unter zehn Stunden hinter sich zu bringen. Dem Gewinnerteam winkt ein Preisgeld von zwei Millionen Dollar [1,6 Mio. Euro].

Die Qualifikanten

Neben einem umgebauten VW Touareg namens "Stanley" von der Universität Stanford nimmt auch wieder die Carnegie-Mellon-Universität mit "Sandstorm" und "H1ghlander" teil.

Ihr Team Red, mit so namhaften Sponsoren wie Caterpillar, Intel, Boeing, Harris und Google, zählt erneut zu den Favoriten.