IT-Branche verteidigt E-Card-Installationen
Die IT-Branche wehrt sich gegen Anschuldigungen der Ärztekammer, es gebe ständig Probleme mit dem E-Card-System.
Sowohl Patienten als auch Mitarbeiter von Arztpraxen seien mit dem System zufrieden, meint die Berufsgruppe der Telekommunikationsdienstleister im Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie [UBIT] der Wirtschaftskammer Österreich.
"Warum macht die Ärztekammer für Wien das von ihr selbst gemeinsam mit der Sozialversicherung definierte System schlecht und greift die Provider, die sich strikt an die vorgeschriebenen Parameter halten, öffentlich an?" fragt Dieter Zoubek, Obmann der UBIT. Die E-Card-Infrastruktur funktioniere so wie vorgegeben.
Probleme nur bei Einzelfällen
In Einzelfällen könne es klarerweise zu technischen Problemen
kommen, räumte Bock jedoch ein.
Arztpraxen kämpfen mit E-Card"Strenge Qualitätskriterien"
Die Ärztekammer selbst nenne allerdings nur 15 dokumentierte Fälle mit Problemen. Bei Hunderttausenden Datentransaktionen seien 15 Problemfälle alles andere als eine Skandalziffer, sondern vielmehr ein ausgesprochen niedriger Wert.
"Ich wüsste gerne, ob es in der Medizin irgendein Verfahren gibt, wo die Fehlerrate im Zehntelpromillebereich liegt", so Bock.
"Gerade die am E-Card-Projekt beteiligten Unternehmen erfüllen strenge Qualitätskriterien", so Bock weiter.
"Wenn die Ärztekammer Wien nicht damit zufrieden ist, dass gerade in diesem Bundesland die seit Jahren fix zugesagte und subventionierte Ausstattung der Ärzte mit der notwendigen IT-Infrastruktur weit zurückliegt, sollte sie diesbezüglich ihre Mitglieder in die Pflicht nehmen."
Die Wiener Ärzte kritisieren unter anderem den so genannten Peering Point, ein zentraler Knoten, über den alle Daten laufen.
"Big Brother"-Bedenken gegen die E-Card
