Skype kostet bis zu 4,1 Milliarden Dollar
Skype könnte eBay bis zu 4,1 Milliarden Dollar kosten - mit einer Option hat sich der Anbieter von Internet-Telefonie nämlich eine weitere Zahlung zusichern lassen, wenn bestimmte Finanzziele erreicht werden.
Neben der Zahlung von 1,3 Milliarden Dollar in bar und 1,3 Milliarden in Aktien könnten somit noch weitere 1,5 Milliarden Dollar überwiesen werden.
In den ersten beiden Jahren wird der Skype-Kauf noch am Gewinn von eBay nagen, danach soll das Unternehmen aber zum Gesamtgewinn beitragen.
Skype als Verb
EBay-Chefin Meg Whitman ist auf jeden Fall begeistert. "Wir
glauben, dass Skype ein enormes Potenzial hat - immerhin melden sich
täglich 150.000 neue User an. Das Unternehmen ist Generationen vor
anderen Anbietern vorne". Die Tatsache, dass Skype bereits als Verb
gebraucht würde, unterstreiche dessen "enorme Stärke".
EBay kauft SkypeNur sieben Millionen Dollar Umsatz 2004
Skype hat im Vorjahr nur sieben Millionen Dollar umgesetzt. Heuer sollen es gleich 60 Millionen werden, für das Jahr 2006 werden 200 Millionen anvisiert. In nur zwei Jahren konnte Skype eine Userbasis von 54 Millionen Mitgliedern aufbauen - diese Zahl soll innerhalb eines Jahres verdoppelt werden. Die Hälfte der Skype-User kommt derzeit aus Europa, ein Viertel aus Asien, ein Achtel aus den USA.
EBay will mit Skype und seinem früheren Zukauf PayPal eine E-Commerce-Dreiergruppe bilden. Transaktionen und Auktionen sollen via Skype-Kontakt möglich sein.
Analysten sind nicht hundertprozentig überzeugt, ob der Kauf sinnvoll ist - immerhin liegt er weitab vom Kerngeschäft. "Die Motivation für andere Player wie Yahoo, Google und AOL ist nachvollziehbarer", meint beispielsweise David Ricci, Portfolio-Manager bei William Blair & Co.
EBay lässt sich davon nicht beeindrucken. Das Unternehmen will mit Internet-Telefonie Verkäufer und Käufer näher zusammenbringen - so sollen große eBay-Seller eine Art Call-Center einrichten und Kundenanfragen beantworten können.
EBay steigert Gewinn um die HälfteEigentümer bleiben bei der Firma
Eine ständige Weiterentwicklung der Software wird also auch den neuen Eigentümern nicht erspart werden. Die Skype-Gründer Niklas Zennstrom und Janus Friis wollen auf jeden Fall beim Unternehmen bleiben.
