09.09.2005

EXPANSION

TA beobachtet Rumänien und GUS-Staaten

TA-Vorstandsvorsitzender Heinz Sundt bezeichnet die Märkte in Rumänien, Russland und in den GUS-Staaten, etwa in Weißrussland, als "durchaus interessant". Der kurzfristig angepeilte Einstieg in Bosnien und Serbien habe aber Priorität.

Konkrete Pläne äußerte der TA-Chef nicht, es sei "nicht zweckmäßig, jetzt schon Aussagen zu treffen, was in zehn Jahren sein wird". Sundt bezeichnete in diesem Zusammenhang entgegen früherer Aussagen des Konzerns auch Rumänien als "interessant".

Primäres Ziel sei zum derzeitigen Zeitpunkt aber, "die nächsten Schritte in Serbien und Bosnien zu setzen", wo die TA den Erwerb der Mobtel bzw. Telekom Srpske anstrebt. Die dabei aufgetretenen Komplikationen lassen Sundt nicht zurückschrecken. Einen Einstieg in beide Märkte bis Ende 2006 hält Sundt für sehr wahrscheinlich.

Zufrieden mit Mobiltel-Übernahme

Zufrieden zeigte sich Sundt mit dem Kauf der Mobiltel in Bulgarien. Gemessen an der Kaufkraft sei zum einen der Netzausbau sehr gut, und zum anderen sei in den letzten Jahren "überproportional viel" in die Telekommunikations-Infrastruktur investiert worden.

Allerdings seien die Maßstäbe in Westeuropa natürlich ganz andere, daher würden dort zunächst Netzausbau- und Netzoptimierung geprüft. Auf die Erschließung neuer Geschäftsbereiche in Bulgarien, wie etwa Festnetz und Internet, wollte sich Sundt nicht festlegen.

Auf die Situation in Österreich angesprochen, meinte Sundt, dass die Führungsposition der mobilkom austria auch nach dem für 2006 geplanten Zusammenschluss von T-Mobile und tele.ring "unzweifelhaft" bleibe. Der Kampfansage vom Konkurrenten, einen Angriff auf die Marktführerschaft zu starten, sehe er gelassen entgegen.