05.09.2005

NACH "KATRINA"

Netz ist Anlaufstelle für Infos und Hilfe

Die Flutkatastrophe im Süden der USA hat bei US-Amerikanern große Solidarität ausgelöst. Zahlreiche Familien aus sämtlichen Bundesstaaten bieten Schlafplätze, Kleidung oder Arbeitsplätze an.

Allein im Internet-Forum der Zeitung "The Times-Picayune" aus New Orleans, www.nola.com, finden sich Tausende solcher Hilfsangebote.

Die Menschen nutzten das Internet auch, um den Opfern ihr Mitgefühl auszusprechen. So schreibt ein türkischer Jugendlicher auf der Seite, wie "tief bewegt" er von dem Leid nach Hurrikan "Katrina" ist.

Viele versuchen sich zudem über das Netz einen Überblick über das tatsächliche Ausmaß der Zerstörungen zu machen.

So gibt es etwa bei Google Maps bereits einen eigenen Punkt für Anfragen nach "Katrina".

User suchen nach ihren Häusern

Der Kartensuchdienst des Suchmaschinenanbieters sollte eigentlich erst nach und nach mit aktuellen Bildern gefüttert werden, die Ereignisse haben den Anbieter aber offenbar überrollt.

So berichtet die "New York Times" von Tausenden Anfragen etwa bei der National Oceanic and Atmospheric Administraion [NOAA], in den Online-Foren bei Google Earth landen ebenfalls viele Anfragen.

Daher haben Google, die US-Weltraumagentur NASA und die Carnegie-Mellon-Universität bis Samstag fast 4.000 Bilder von betroffenen Regionen nach dem Hurrikan für Google Earth online verfügbar gemacht.

Allerdings werden keine Satellitenaufnahmen gezeigt, sondern Fotos, die aus einem Flugzeug aufgenommen wurden.

Hilfe für die Kommunikation

Auch die Firmen des Silicon Valley haben sich der gerade anlaufenden Hilfewelle angeschlossen und liefern Notebooks und WLAN-Access-Points ins Krisengebiet.

Unter anderem Intel, Microsoft, Cisco, SBC Communications, Lenovo und Dell schicken Geld, Ausrüstung und Techniker in die betroffenen Gebiete, um Ersatz für die zerstörte Kommunikationsstruktur zu schaffen.