Google sieht Buchplan auf Schiene
In Deutschland sei man mit dem Verlauf der Gespräche mit den großen Verlagen sehr zufrieden, so der zuständige Google-Manager Jens Redmer. Es gebe bereits einige fertige Vertragsabschlüsse.
Auch kleine und mittelgroße Verlage könnten sich ab sofort in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Spanien anmelden und ihre Bücher auch online schicken.
Google will die Inhalte der Bücher von Verlagen und Universitätsbibliotheken digitalisieren und für die Volltextsuche im Internet zur Verfügung stellen. Das Projekt war zuletzt bei der US-Verlagsbranche wegen befürchteter Urheberrechtsverletzungen auf heftige Einwände gestoßen.
Google Print sei allerdings zu keiner Zeit insgesamt auf Eis gelegt worden. Man habe sogar noch einen Zahn zugelegt, so Redmer weiter.
Lediglich das Einscannen noch urheberrechtlich geschützter Bücher wurde zunächst ausgesetzt. Bei den großen Universitätsbibliotheken gebe es aber nur wenige Titel, die noch dem Copyright unterliegen würden. Diese Ausgaben würden allenfalls als Textfragment um den Suchbegriff herum angezeigt.
Google setzt Bücher-Digitalisierung ausRespekt vor Copyright
Google respektiere die Rechte der Copyright-Eigentümer und arbeite mit den Verlagen beim Schutz der Inhalte zusammen. Außerdem sollen die angezeigten Texte generell weder kopiert noch gedruckt noch gesichert werden können.
Den Buchverlagen verspricht Google mit seinem Projekt eine neue Werbemöglichkeit. So sollen Leseproben das Interesse potenzieller Käufer wecken.
Google übernehme das Scannen der Inhalte und die Einbindung in den Suchindex. Um die angezeigten Seiten sollen Links zu themenrelevanten anderen Sites gesetzt werden. Die Verlage werden an den Werbeerlösen beteiligt.
Für den offiziellen Start gebe es bisher noch kein konkretes Datum, sagte Redmer. "Es wird aber eher früher als später geschehen."
