31.08.2005

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Kamerahandys für Digicams keine Gefahr

Bisher wurden Kamerahandys als ernsthafte Bedrohung für Digitalkameras gehandelt, doch eine aktuelle Studie des Marktforschers IDC belegt nun, dass zumindest in den USA das Gegenteil der Fall ist.

Demnach treiben die mit Fotofunktion ausgestatteten Mobiltelefone zwar den Handymarkt an, schaden aber den Digicam-Verkäufen in keiner Weise: Die Nutzer werden eher angespornt, sich eine Digitalkamera zuzulegen.

Viele Nutzer kommen über ihr Kamerahandy zum ersten Mal mit der Digitalfotografie ganz ohne Filmrollen und deren Vorzügen, etwa dem einfachen Verschicken der Bilder per E-Mail, in Berührung.

Laut der Studie planen über 30 Prozent der Kamerahandy-Besitzer, sich eine kompakte Digitalkamera zu kaufen, nachdem sie erste Erfahrungen am Handy gesammelt haben.

Handys liefern Schnappschüsse

Laut Analysten können Kamerahandys die Digitalkameras allein deshalb nicht ersetzen, weil zu gewissen Anlässen einfach ein "richtiger" Fotoapparat gefragt ist.

Weiters verlocken die hochgerüsteten Handys eher zu Schnappschüssen, die man mit einer normalen Digicam oder einem analogen Fotoapparat niemals machen würde.

In den USA wurden im Jahr 2004 rund vier Milliarden Bilder mit Fotohandys geknipst, heuer sollen es 7,5 Milliarden sein. Digitalkameras produzieren heuer rund 40 Milliarden Bilder, im vergangenen Jahr waren es 28 Milliarden.

Während das Ausdrucken von Digitalfotos boomt, schaffen es nur wenige Handyfotos auf das Papier: Durchschnittlich druckt ein Kamerahandy-Nutzer alle drei Monate einen Schnappschuss aus.

Intimsphäre bedroht

Kamerahandys sind an vielen Orten unerwünscht und in Saudi-Arabien sogar verboten.

Weil die Verbreitung der Fotohandys ständig steigt, glauben Bürgerrechtler, es werde immer einfacher, Bilder ohne Erlaubnis des Fotografierten zu machen.

Wenn die Entwicklung so weitergehe, sehen die Organisationen in wenigen Jahrzehnten gar einen völligen Verlust der Intimsphäre auf uns zukommen.