Funkausstellung mit Superlativen
Ob Heimkino, Videokamera im Hosentaschenformat oder Musikanlage für Millionäre - auf der Internationalen Funkausstellung [IFA] werden ab 2. September wieder Angebote für jeden Geschmack und Geldbeutel präsentiert.
Größter Fernseher ist ein Plasmagerät mit einer Bilddiagonale von 163 Zentimetern [65 Zoll]. Bei TV-Geräten heißt das Motto nach Angaben der Veranstalter noch größer und flacher, bei mobiler Kommunikation und Musik kleiner und leistungsstärker.
Mit knapp 1.200 Ausstellern aus 40 Ländern meldet die Messe Berlin eine Rekordbeteiligung bei dem weltweit größten Branchentreff in den Hallen unter dem Funkturm.
Die IFA hat auch bei Ausstattung, Energieverbrauch und technischer Infrastruktur einen Spitzenplatz. Wenn unzählige Geräte und Scheinwerfer bei der Messe angeschaltet werden, startet auch ein gigantischer Stromverbrauch. An den sechs Messetagen werden schätzungsweise 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht.
Kabelloses Wohnzimmer wird Realität280.000 Besucher erwartet
Für einen perfekten Sound der tausenden von Musikanlangen und für scharfe Fernsehbilder werden in den Messehallen und auf den Freiflächen 1.500 Kilometer Kabel verlegt. Die Kabelstrecke entspreche der Entfernung Berlin-Rom, hieß es.
Die auf Papier gedruckten Eintrittskarten, Ausstellertickets und Ausweise erreichen eine Länge von 20.270 Meter. Diese Rolle würde ausreichen, um das Internationale Congress Center 25 Mal zu umwickeln, errechnete die Messe Berlin.
Um die Gäste und Aussteller kümmern sich fast 20.000 Beschäftigte. Informationen von Hostessen gibt es in rund 33 Sprachen. Erwartet werden wie bei der letzten IFA 2003 etwa 280.000 Besucher.
Bei der letzten Messe konnte die Industrie Aufträge mit einem Volumen von 2,4 Milliarden Euro in die Bücher eintragen. Die Funkausstellung gilt mit der Automobilausstellung IAA in Frankfurt/Main als die älteste deutsche Industriemesse.
