Infineon-Werk zu verschenken
Der Halbleiterhersteller Infineon erwägt, sein von der Schließung bedrohtes Werk in München-Perlach an den Konkurrenten X-Fab zu verschenken und ihm noch eine Mitgift zu geben.
In Branchenkreisen wurde am Donnerstag bestätigt, dass die Verhandlungen auf eine solche Lösung hinausliefen.
Eine vorgesehene zusätzliche Zahlung, deren Höhe offen blieb, solle als Risikoausgleich für X-Fab dienen.
Im Gegenzug soll der Thüringer Halbleiterhersteller eine Arbeitsplatzgarantie für voraussichtlich etwa 600 der insgesamt 800 Beschäftigten des Münchner Werkes geben.
Veraltete Technologie
Nach Einschätzung von Infineon arbeitet das Werk in
München-Perlach mit einer veralteten Technologie. Deshalb hatte das
Unternehmen die Schließung angekündigt.
Infineon mit düsterem AusblickLängere Arbeitszeiten?
Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" [Donnerstag-Ausgabe] hatte über die Pläne für eine Schenkung des Werkes berichtet und dabei auch eine Parallele zum Vorgehen des Elektrokonzerns Siemens gezogen, der seine verlustreiche Handysparte inklusive einer kräftigen Finanzspritze an das taiwanesische Unternehmen BenQ abgibt.
Laut "F.A.Z." verhandeln Infineon und X-Fab auch über längere Arbeitszeiten für die Belegschaft in München-Perlach. Details aus den Verhandlungen mit X-Fab sind nicht bekannt.
