Telekom Austria legt weiter zu
Der Nettogewinn der Telekom Austria [TA], die in Österreich, Slowenien, Kroatien, Liechtenstein und seit kurzem auch in Bulgarien tätig ist, erhöhte sich um 81,8 Prozent auf 191,4 Mio. Euro, der Umsatz stieg um 1,5 Prozent auf 2,015 Mrd. Euro. Der Gewinn pro Aktie stieg von 0,21 auf 0,39 Euro.
Die Erwartungen der Analysten wurden mit den am Mittwoch vorgelegten Zahlen leicht übertroffen.
Der Zuwachs beim Nettoergebnis sei vor allem auf ein höheres Betriebsergebnis, niedrigere Nettozinsaufwendungen und einen Rückgang der Körperschaftssteuer in Österreich zurückzuführen, hieß es.
Im Quartalsvergleich konnte die TA-Gruppe den Umsatz um 1,5 Prozent auf 1.011,0 Mio. Euro steigern, der Nettogewinn stieg um 118,8 Prozent auf 75,7 Mio. Euro, das Betriebsergebnis um 17,4 Prozent auf 124,3 Mio. Euro.
Das Betriebsergebnis [EBIT] wuchs von Jänner bis Juni durch höhere Umsätze und niedrigere Abschreibungsaufwendungen im Festnetz- und Internet-Bereich um 23,2 Prozent auf 298,0 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] stieg um 3,2 Prozent auf 832,1 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung verringerte sich im selben Zeitraum um 5,2 Prozent auf 1,87 Mrd. Euro.
"Neue" Unternehmensstruktur für die TAMobiltel soll für Umsatzplus sorgen
Im Gesamtjahr erwartet die TA dank der Übernahme der bulgarischen Mobiltel, die ab dem 12. Juli konsolidiert wird, ein Umsatzplus von fünf Prozent.
Das EBITDA soll um zehn Prozent steigen. Das Nettoergebnis soll um rund 50 Prozent steigen. Als Dividende will die TA für das heurige Geschäftsjahr 44 Cent ausschütten.
Im Festnetz- und Internet-Bereich gingen die TA-Umsätze im ersten Halbjahr 2005 um 2,1 Prozent auf 1,066 Mrd. Euro zurück, bereinigt um Einmalbeträge aus der Universaldienstverordnung lag der Rückgang bei 0,9 Prozent.
Im Mobilfunkbereich erhöhte sich der Umsatz hingegen um 4,2 Prozent auf 1,062 Mrd. Euro. Damit war der Umsatz im Handybereich im Halbjahr nahezu gleich groß wie im Festnetz- und Internet-Bereich.
Das Umsatzplus im Mobilfunk sei vor allem auf das Auslandsgeschäft, höhere Kundenzahlen und ein starkes Datengeschäft zurückzuführen, so die TA. Das Festnetz- und Internet-Segment sei hingegen weiter vom starken Breitband-Internet-Geschäft und der anhaltenden Migration vom Fest- in die Mobilfunknetze geprägt.
Kaufvertrag mit Mobiltel ist unterzeichnetMobilkom austria legt weiter zu
Der erwartete Umsatzrückgang im Festnetz sei im ersten Halbjahr durch das Wachstum im in- und ausländischen Mobilfunkgeschäft mehr als wettgemacht worden, so TA-Chef Heinz Sundt. Die Zahl der Handykunden der mobilkom-austria-Gruppe wuchs um 4,7 Prozent auf fünf Mio. Kunden.
In Österreich wuchs die Kundenzahl der mobilkom austria um vier Prozent auf 3,3 Millionen Handykunden. Die Zahl der ADSL-Anschlüsse erhöhte sich im ersten Halbjahr um 54 Prozent auf 495.000 [inklusive Wholesale-Anschlüsse]. Die Zahl der Festnetzanschlüsse ging um 3,6 Prozent auf 2,85 Mio. zurück.
Die Zahl der Mitarbeiter der TA ging bis Ende der Periode um 624 Beschäftigte auf 13.184 Mitarbeiter zurück, im Festnetzbereich verringerte sich der Mitarbeiterstand um 5,6 Prozent, im Mobilfunkbereich um 1,6 Prozent.
Telekom Austria steigert Gewinn kräftig
