23.08.2005

KOLPORTIERT

AMD und Infineon als Flash-Partner

"Eine Kooperation in diesem Bereich ist meiner Meinung nach sehr gut möglich", sagte AMD-Chef Hector Ruiz der "Süddeutschen Zeitung". "Schon deshalb, weil wir beide viele Ressourcen in Dresden haben, wäre das eine attraktive Sache", sagte er

Infineon wollte die Aussagen des AMD-Chefs nicht kommentieren. "Das sind Spekulationen, zu denen wir uns nicht äußern", sagte eine Sprecherin am Dienstag.

Nach dem Rücktritt des für die Speicherchip-Sparte zuständigen Vorstands Andreas von Zitzewitz mehren sich die Spekulationen über die Zukunft der Sparte, die rund 40 Prozent des Infineon-Geschäfts ausmacht.

Preisverfall macht das Leben schwer

Die Chip-Hersteller leiden derzeit unter einem starken Preisverfall, insbesondere bei DRAM-Speicherchips. Die in der ersten Jahreshälfte deutlich gesunkenen Preise hatten bei Infineon zu einem starken Verlustanstieg in den ersten beiden Quartalen des Kalenderjahres 2005 beigetragen.

Auch AMD hatte unter dem Preisverfall zu leiden. Nach dem enttäuschenden ersten Quartal kündigte AMD Mitte April an, die verlustreiche Flash-Sparte an die Börse zu bringen.

AMD betreibt zusammen mit dem japanischen Konzern Fujitsu das Unternehmen Spansion, das der größte Einzelhersteller von Flash-Speicherchips ist. 60 Prozent seines Geschäfts macht AMD mit Mikroprozessoren für Computer, darauf will sich der Konzern nach einer Abspaltung des Speichergeschäfts konzentrieren.

Im Gegensatz zu den DRAMs speichern Flash-Speicherchips Informationen auch bei Unterbrechung der Stromzufuhr, sie werden speziell bei mobilen elektronischen Geräten wie etwa Handys eingesetzt.