Qimonda kooperiert mit Elpida
Technologie-Partnerschaft für kleinere Chips
Der deutsche Speicherchiphersteller Qimonda hat mit der japanischen Elpida eine Technologie-Kooperation zur Entwicklung kleinerer Speicherchips geschlossen.
Die Infineon-Tochter bringe ihre selbst entwickelte Technik "Buried Wordline" ein, die kleinere und energiesparende Chips ermöglicht. Die Japaner steuerten ihre Stack-Technologie bei.
So sollen bis 2010 DRAM-Chips mit deutlich kleinerer Fläche bei gleicher oder höherer Speicherkapazität als bisher auf den Markt kommen.
Gemeinsame Fertigung
Der Zusammenschluss biete Größenvorteile bei Forschung, Entwicklung und künftig gemeinsamen Fertigungsaktivitäten, teilte Qimonda am Donnerstag mit.
Spekulationen über Einstieg
Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in München wollten beide Seiten zumindest nicht ausschließen, dass dies auch zu einem Einstieg der Japaner bei Qimonda führen könnte.
Noch sei es aber "zu früh, um zu sagen, ob wir Qimonda-Aktien kaufen", sagte Elpida-Chef Yukio Sakamoto. "Wir sind in nur einem Monat zu unserer Vereinbarung gekommen, da haben wir keine Zeit gefunden, um über einen Einstieg zu reden." Spekulationen, dass es bereits Verkaufsgespräche mit Infineon gebe oder gegeben habe, wies er zurück. Er habe mit Infineon-Chef Wolfgang Ziebart über das Thema "niemals gesprochen".
Infineon hält noch 77,5 Prozent an Qimonda. Bis zur Hauptversammlung Anfang kommenden Jahres soll der Anteil auf unter 50 Prozent fallen. Infineon spricht derzeit mit Interessenten.
(APA | Reuters)
