Preissturz bei Flachbild-TVs geht weiter
Der Preisverfall bei Flachbildfernsehern wird auch dieses Jahr nicht gestoppt.
Analysten erwarten, dass Branchen-Schwergewichte wie Panasonic ihre Geräte in der Preisklasse von ca. 3.500 Dollar um 500 Dollar verbilligen werden.
Die größten üblichen Exemplare, Bildschirme mit 50 Zoll Bildschirmdiagonale [127 cm], wurden vor fünf Jahren noch um 20.000 Dollar gehandelt und sind jetzt für 4.000 Dollar zu haben.
Wichtig für die Branche ist aber das Preissegment unter 2.000 Dollar, wo das größte Volumen verkauft wird. Die gleiche Summe kostete ein Farbfernseher - inflationsbereinigt - in den späten Sechzigern.
Billiganbieter untergraben Margen
Der Preisrutsch wird durch mehrere Faktoren ausgelöst.
Billiganbieter wie einige Firmen aus Asien, aber auch
Branchen-Newcomer wie Dell untergraben die hohen Margen der
alteingesessenen Hersteller. Statt früher üblicher Margen von 40
Prozent liegen manche Anbieter sogar schon unter zehn Prozent.
Flachbildschirm-Preise weiter im SinkflugHardware und HDTV-Content
Im Endeffekt zählt zum Absatz aber nicht nur die Hardware, sondern auch der Content. Mit der steigenden Verfügbarkeit von HDTV-Programmen in den USA wächst auch die Nachfrage nach den neuen, höher auflösenden Displays.
Das passiert freilich mit einer gewissen Verzögerung: Als Disney in den Sechzigern mit "Walt Disney's Wonderful World of Color" reüssierte, war der Erfolg anfangs eher bescheiden - erst als die Broadcaster mit eigenen Farbprogrammen an den Start gingen, hob das gesamte Konzept ab.
