16.08.2005

FORDERUNG

Mehr Aufgeschlossenheit für Games

"Nicht den Kindern, sondern den Eltern und Lehrern müssen wir Kompetenzen mit den neuen Medien beibringen", glaubt Professor Hartmut Warkus von der Universität Leipzig.

Meist sei das Verhältnis von Eltern und Lehrern zu Computerspielen aber von großer Unsicherheit geprägt. Deshalb ließen Erwachsene Kinder oft allein im Umgang mit den neuen Medien. Das sei aber gerade falsch. Die Kommunikation über den elektronischen Zeitvertreib sei wichtig.

Warkus forderte Erwachsene deshalb auf, aufgeschlossener zu werden.

Gemeinsames Spiel

"Eltern sollten sich auch von ihren Kindern die Spiele erklären lassen", riet der Experte. So würden die Kinder automatisch über die Spiele nachdenken, und die Erwachsenen könnten ihr Wissen verbessern.

Warkus empfahl zudem, dass Eltern einmal mit ihren Kindern spielen sollten. So ließen sich ganz einfach Vorurteile und Berührungsängste vor Computerspielen abbauen.

Computerspiele seien keinesfalls von vornherein zu verteufeln. Vielmehr seien sie inzwischen Teil der Freizeitkultur geworden. Es gebe keinen Beleg dafür, dass Kinder etwa nicht mehr lesen, wenn sie eine Spielkonsole geschenkt bekommen, meinte Warkus.